HintergrundVerlag
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25

Kulmbacher Literaturverein - Verlag Leben in der Sprache

Geschichte der Themenbücher in Zahlen

März 2011 Alltag 20 Autoren 22 Texte 58 Seiten

Juli 2011 Zeit 27 Autoren 38 Texte 94 Seiten

Januar 2012. Liebe 34 Autoren 57 Texte 94 Seiten

August 2012 Anderssein 51 Autoren 54 Texte 110 Seiten

Februar 2013 Briefe 43 Autoren 75 Texte 155 Seiten

Juli 2013 Mann und Frau 52 Autoren 72 Texte 151 Seiten

Oktober 2013 Fünfundzwanzig 58 Autoren 73 Texte 207 Seiten

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12.10.2013 Buchvorstellung im Martin-Luther-Haus Kulmbach

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Auszug aus der Rede zur Vorstellung des Buches “25”

Unser Buch ist ein Manifest unscheinbarer Abläufe, es macht Gedankengänge sichtbar, zeichnet Ideen nach, konfrontiert uns mit unvorhersehbaren Bildern und überraschenden Redewendungen, mit nüchternen, aussagekräftigen Betrachtungen, zarten Phantasien, raffinierten Wortspielen, es besitzt Herz und Würde und stößt uns -manchmal etwas unsanft- vom Sockel unserer wohlgehüteten Normalität.

Lassen Sie mich konkret einige Sätze zitieren, die mich persönlich berührt haben. Lassen Sie mich erzählen, welche Gedanken in mir geweckt wurden.

Auf eine ganz realistische Art gelingt es Günter Hörmann, kraftvolle Parallelen anzudeuten. Zitat: "Vor 25 Jahren ahnten Bürgerrechtler in der Erlöserkirche noch nicht, was geschehen würde. Aber sie brachten den Stein zum Rollen, der die DDR einstürzen ließ. Die Gründung des Literaturvereins vor 25 Jahren deckt sich mit dem Beginn der epochalen Wandlung in Deutschland!"

Welchen Stein haben wohl die Gründer des Literaturvereins ins Rollen gebracht? Wird sich der Kulmbacher Literaturverein als Zentrum der Wärme, des Verständnisses und der künstlerischen Freiheit etablieren können? Wird es eine tiefere Zusammenarbeit zwischen Politik, Wissenschaft, Kirche, Kunst und Literatur geben? Zu wünschen wäre es, dass die alte Idee vom "Rat der Menschen" sich hier in Kulmbach realisieren ließe.

Sehr innig berührt mich Julia Sailers "magische Hausnummer 25". Es geht darin um ein Kind, das sich magisch hingezogen fühlt zu diesem Haus 25, ohne die Bewohnerin, die dort lebt, zu kennen. Eines Tages steht die Tür offen und das Mädchen tritt einfach ein. Sie geht durch einen hellgrünen Raum, voller Angst vor der möglicherweise gefährlichen fremden Frau. Doch sie geht weiter. Zitat: "Kurz darauf lösten sich der schlimme Gedanke und die Angst auf, als sie all die vielen Tierfotos sah." Das Mädchen liebt nämlich Tiere und es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihr und der alten Dame des Hauses, weil sie sehr viel über Tiere reden.

Sun Yu (chinesischer Herkunft) erzählt uns im Jubiläumsbuch die Legende Nr. 25 von einer Fee, die tief verborgene, eingesperrte Erinnerungen weckt. Das ist ein Text, der sich zum mehrmaligen Lesen in tiefer Stille und Abgeschiedenheit eignet.

.Natürlich sind auch viele Vereins-Klassiker in unserem Themenbuch vertreten. Ein Kult-Satz von Margarete Biedermann -"Ich bin ein Augenblick für dich"- ist ebenso darin enthalten wie eine flotte Hexengeschichte von Jutta Lange. Was bedeutet es wohl, wenn eine Hexe ein Navigationssystem benötigt, um an den rechten Ort zu kommen - und wenn sie dann trotz "Navi" in die Irre geleitet wird? Ist das ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, technisch bestens ausgerüstet, aber innerlich orientierungslos? Und worauf weist Uschi Prawitz hin, wenn sie schreibt: "Kontrolle war für Herrn Bolischke ein Lebenselixier. Es war ihm wichtig, immer alles unter Kontrolle zu haben."?

Da ist in zwei Sätzen ein ganzes Nachdenkprogramm enthalten. Ebenso in Britta Sarells "Werdenden Worten" im Haiku-Stil: "Siehst du den Kern der Dinge?" fragt das Haiku. - Du schüttelst den Kopf. Ich meine, bei solchen Fragen innezuhalten, ist kein sinnloses Unterfangen.

Ein frivoles Kunst-Stück von Birgit Hächl, ein beseeltes Gespräch mit Frau Fünfundzwanzig, in Worten von Katerina Alevizou Stutz erzählt, ein Top-Styling-Erlebnis mit Andrea Senf, dies und viele weitere Überraschungen können Sie lesenderweise genießen, wenn Sie dieses Buch als persönlichen Begleiter in Ihr Leben einlassen und mit ihm schöne gemeinsame Stunden verbringen wollen.

Ich biete Ihnen zum Abschluss einen direkten Einstieg in die Lektüre an, und zwar mit einem einfachen und leutseligen, etwas leichtlebigen Gedicht.

Es heißt "In Kulmbach" und besteht aus fünfundzwanzig Worten.

"In Kulmbach hätte Jesus Wasser in Bier verwandeln müssen, sonst hätte man gesagt: Du wohnst wohl hinter dem Mond, Jesus! Kennst du dein Kulmbach nicht?"

Der Wunsch, erkannt zu werden und als wertvoll befunden zu werden, ist in jedem von uns und möchte erfüllt werden. Dieser Aufgabe fühlt sich unser Verein gewachsen.

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