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“Der Kreis” enthält unter anderem eine herzzerreißende Erzählung von Sehnsucht und unerfüllten Träumen: auf Seite 54-62 befindet sich “Ein Liebesbrief”. Als ich diese Geschichte zum ersten Mal las, fiel mir ein Satz besonders  ins Auge.  “Und immer sehe ich diesen leeren Weg, der zu meiner Haustür führt.” Diese schlichten Worte vermittelten mir einen Eindruck von unermüdlicher Hoffnung und ergreifender Melancholie. Da ist ein Weg, auf dem niemand kommt. Da werden Briefe geschrieben, auf die niemand antwortet. Doch obwohl der Liebhaber verstummt ist, hört die Geliebte nicht auf, seine Rückkehr zu erwarten. “Ich glaube fest daran, dass der glücklichste Tag meines Lebens ganz nahe ist, wenn Du mich nach dieser langen Trennung in Deine Arme schließt und mich nie wieder verlassen wirst.” Sie ahnt nicht, dass ihre Briefe ungelesen in einen Karton geworfen werden. Sie leidet unter dem Schweigen, das sie umgibt. “Der leere Pfad vor meiner Haustür schneidet mir ins Herz - wenn ihn doch endlich Deine Füße betreten würden.” In immer tieferer Vereinsamung beginnt die Geliebte im Brief “Selbstgespräche” zu führen. “Mittlerweile schreibe ich selbst Briefe an mich, so wie ich glaube, dass Du sie mir schreiben würdest. Hier der letzte, den ich verfasst habe: >Meine Allerliebste, ich danke Dir für Deine zärtlichen Worte. Natürlich werde ich zu Dir zurückkehren, bald ist es soweit, und ich laufe Dir in Dein Häuschen, wenn Du am wenigsten damit rechnest. Rechne jeden Augenblick mit meiner Ankunft - es kann jeden Moment soweit sein, dass ich Dich wieder ganz fest in meine Arme schließe und nie wieder loslasse, meine kleine Liebste...< “- Für mich gehört “Ein Liebesbrief” zu den unscheinbaren Wunderwerken der jungen Autorin.

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