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Giorgos Lillis - Kleines Testament
Gedichte
mit einem Nachwort von Wolfram Stutz

Softcover 52 Seiten
ISBN: 978-3-940911-77-3
Aus dem Griechischen übersetzt von Katerina Alevizou-Stutz

9,90 €

 "Ich hebe die Hände zur inexistenten Masse
und umarme sie,
um mich bloßzustellen,
um zu kämpfen,
um eins zu werden
mit meinen eigenen Unsicherheiten"

 Giorgos Lillis entspricht nicht dem Bild des Denkmal-Poeten, des über  den Dingen stehenden Dichterfürsten. Er fühlt sich wohl in seiner Haut  als Botschafter des Menschen-Möglichen, der an die Wirkkraft der Details glaubt, der den Wert der Momente intuitiv erkennt, der sich vom Leben  selbst aufgefordert fühlt: Schreib!

Giorgos Lillis stellt seiner griechischen Ausgabe “Kleines Testament” ein Zitat des Nobelpreisträgers Eugenio Montale voran in dem die Intention

seines Werkes zum Ausdruck kommt: Es geht um Auswege, die nur sehr kurz erscheinen und sofort wieder verschwinden. Der Genuss der Gedichte im Kleinen Testament besteht unter anderem darin dieser Fluchtwege ansichtig zu werden. Wir haben in der folgenden inhaltlichen Übersicht verschiedene Aspekte des inneren Auswegs  deklariert.

Eugenio Montale: Ich wollte, bevor ich mich beuge, dir diesen Weg der Flucht  zeigen,
der nur kurz da ist und schnell verschwindet.

 

Kleines Testament

 

Joshua-Tree - Du blühst in der Wüste

Archetyp - Ich sage dir: Glaube an das Detail

Alltag - Ich erfinde einen Fluchtweg aus dem Raum

Romantischer Epilog - ”Schreib!” wird mir befohlen.

Leidenschaft - Du, der du gesehen hast, dass die Liebe das Vergebliche entwurzelt

Ostsee - Unartikulierte Stimme: Ich rufe in der Einöde meinen einsamen Schrei

Lied - Werde Botschafter des Möglichen!

Babel - Ich bringe mich mit dieser gewaltsamen Zeit ins Gleichgewicht

Verschmiertes Papier - Mit Eifer verstecke ich mich hinter Flügeln aus Papier

Skizze - Hier, an der letzten Grenze, wo die Wolken wie Vogelflügel am Himmel hängen

Verständnis - Finde in den verschlossenen Schränken die alten Hefte, in denen das Kind wartet

Ehrenhafter - Ich verspreche dir, ich werde unser Leben verlängern

Aufruf - Die Nachtigall hat es versprochen:

Pantomime - Dies, was ich in mir gefangen halte, ist ein verlorener Moment

Mikrokosmos - Das sind die Netze, die gefangen halten können den Moment

Spiegel - Hilf mir, dass ich das Gewicht der Momente achte

Landschaft der Wunder - Es gibt ein ähnliches Meer in meinem Inneren, unsichtbar

Unsichtbare Tinte - Du prophezeist das Meer, während du in den Händen reibst die Blätter trockenen Lavendels

Das was bleibt - Das was bleibt ist nicht der Augenblick, sondern die Kraft dich zu behaupten

Verheilung - Du lobpreist still die Seelenruhe, die du mit Mühe vollendetest

Sieg - Der soll ich werden: der gefallen ist und wieder aufsteht

Ode an die Dauerhaftigkeit - Ich ergebe mich nicht. Ich übergehe meine Identifikation ...

Scherbe  - Ich versammele Bilder in mir, um mich zu verteidigen

Ich nähe die Abstände - Ich lege dich zurück wie man einen Weg zurück legt.

Mehr Licht - Meine Hände streicheln wie Sonnen deine fleischlichen Türen

Gegengift - Das Gegengift ist unsere volle Präsenz

 

 

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