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Wolfram Stutz, der neue Leiter des Literaturforums Bayreuth, eröffnet seine Veranstaltungsreihe mit einem Vortrag zum Thema “Meisterung der Existenz durch Träume”. Mit der Interpretation des Gedichtes “Traumseminar” von Tomas Tranströmer (Nobelpreisträger für Literatur) beginnend, führt er in die Sphäre des Traums ein. “Die Augen folgen dem buchstabenlosen Text” des Traumes. “Ein einziges Exemplar, nur jetzt vorhanden!” Anhand des Traums der Byblis aus Ovids Metamorphosen legt Stutz dar, wie eine falsche Deutung des Nachtgesichts -als Regieanweisung der Götter- zum Debakel führen kann.   Kafkas Traum “Der große Schwimmer” -ein Nichtschwimmer gewinnt bei der Olympiade- endet in existenzieller Ratlosigkeit: “Ich habe den Rekord und heiße so, wie Sie mich nennen. Bis dahin stimmt alles, von da ab aber stimmt nichts mehr.”

25.10.2012, 15 Uhr im Schloßturmsaal beginnt eine Veranstaltung der katholischen Erwachsenenbildung mit dem Titel Traumseminar:          “Vier Milliarden Menschen auf der Erde. Und alle schlafen, alle träumen.”

29.11.2012 Irmhild Dotzauer bringt Parodien und Variationen von Froschkönig, Dornröschen, Aschenputtel und Schneewittchen zu Gehör. Bei der sinnigen, stimmigen Wechseldarbietung von Wort und Musik wird sie von ihrem Mann Helmut Dotzauer am Flügel unterstützt. Unter anderem spielt er Volkslieder von Bela Bartok (aus “Kinderlieder”)

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Irmhild Dotzauer erläutert: “Auch heute, zweihundert Jahre nach ihrer Veröffentlichung, sind die Märchen der Brüder Grimm noch aktuell, bekannt und beliebt. Seit jeher wurden sie psychoanalytisch und anthropologisch gedeutet und bis in die Gegenwart immer wieder umgedichtet und parodiert, zum Teil auch, um Zeit- und Gesellschaftskritik zu üben. Da die Märchenmotive Metaphern für Wunschvorstellungen und Leiderfahrung sind, bleiben sie zu allen Zeiten gültig.” Frau Dotzauer zitiert Alfred Goes: “Solche Märchen können auch heute noch geschehen.” Sie beginnt mit Dornröschen, zu dem der Dichter Wittmann sagt: “Schlaf weiter! Ich muss zum Träumen auf den Sonntag warten.” Ein anderer Poet warnt den Leser direkt in seinem Gedicht -anspielend auf Aschenputtel- “Mein Schuh passt dir nicht. Ruckedigu, bald blutest auch du!”

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